Eine Zeitreise in Virtual Reality
Vier Zeitebenen des Landeshauses in einer begehbaren digitalen Rekonstruktion.
Recherche vor Rekonstruktion
Für den Tag der offenen Tür entstand eine virtuelle Zeitreise durch das Landeshaus. Grundlage waren historische Fotografien und Archivmaterial. Wir besuchten Museen und arbeiteten mit Historikern zusammen.
Parallel entstanden erste Prototypen, mit denen Erzählung und Interaktion früh getestet wurden.
Vom Gebäude zum digitalen Zwilling
Das Landeshaus wurde mit einer Drohne erfasst und als 3D-Scan rekonstruiert. Der Scan bildete das räumliche Grundgerüst für die virtuelle Umgebung.
Erhaltene Gegenstände wurden ebenfalls gescannt. Wo das nicht möglich war, wurden sie anhand historischer Quellen digital modelliert.
Vier Zeiten, ein Ort
Das Landeshaus wurde ursprünglich als Marineschule gebaut und später militärisch genutzt. 1950 zog der Schleswig-Holsteinische Landtag ein, 2004 kam der heutige gläserne Plenarsaal hinzu.
In der Anwendung lassen sich die verschiedenen Zustände desselben Ortes miteinander vergleichen. Über die Navigation wechseln Besuchende zwischen den Zeitebenen.
Die Aula der Marineakademie, 1880
Der Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtags, 1950
Abgeordnete parkten vor dem Landeshaus, 1950
Der gläserne Plenarsaal bis heute, 2004
Originalquellen im virtuellen Raum
An ausgewählten Punkten öffnen sich zusätzliche Inhalte. Briefe, Fotografien, Originalstimmen und Videos ergänzen die rekonstruierten Räume.
So wird beispielsweise der Brief eines Kadetten dort hörbar, wo seine Geschichte verortet ist.
Auch außerhalb der VR-Brille
Die Zeitreise wurde für Virtual Reality entwickelt, funktioniert aber auch auf dem Smartphone mit Cardboard. Dadurch konnte die Anwendung nach dem Tag der offenen Tür weiter genutzt werden.
Beim ersten Einsatz blieben vor allem Kinder und Jugendliche länger in der Anwendung als vorgesehen.