Tag der offenen Tür: Politik ist k/ein Ponyhof
Der nahbarste Landtag Deutschlands.
Ausgangspunkt war die Distanz zwischen Politik und Öffentlichkeit. Der Tag der offenen Tür sollte zeigen, dass der Landtag kein abgeschlossener Ort ist.
… ist kein Ponyhof. Ein bekanntes Sprichwort, das wir bewusst brechen. Politik braucht Auseinandersetzung. Der Tag der offenen Tür zeigt, dass sie trotzdem nahbar sein kann.
Ministerpräsident Daniel Günther: »Wir wollen den Menschen nicht das Gefühl geben, dass das hier so ein Raumschiff ist, wo irgendwelche Menschen miteinander über das Wohl und Wehe der Bürger entscheiden.«
Politik trifft Popkultur
„… ist kein Ponyhof“ kennt fast jeder. Wir haben das Sprichwort zum Ausgangspunkt der Gestaltung gemacht. Die Bildwelt verbindet das Pony mit Motiven des Tages – vom Eis bis zum Diabolo.
Das Pony steht immer wieder vor einer Hürde. Und kommt darüber. So wird aus dem Sprichwort ein Prinzip, das sich durch den gesamten Tag zieht.
Eine Web-App bündelt das Programm und hilft bei der Orientierung vor Ort. Veranstaltungen lassen sich nach Zeit, Ort oder Thema filtern. Ein Gebäudeplan zeigt den direkten Weg.
Der Landtag wird für einen Tag zum offenen Kulturraum.
Das Erscheinungsbild setzt sich im Gebäude fort. Das Leitsystem führt durch den Landtag und wird selbst Teil der Veranstaltung. Die Schilder bestehen aus Recyclingpappe, bedruckte Planen werden anschließend zu Taschen verarbeitet.
Gestaltung wurde Teil des Tages. Besucher konnten Taschen bedrucken, Motive weiterzeichnen oder eigene Buttons gestalten.
Auf den Buttons wurde das Leitmotiv zur persönlichen Entscheidung: „Politik ist ein Ponyhof“ oder „Politik ist kein Ponyhof“. Die Gestaltung wurde damit selbst zum Anlass für Gespräche.
25.000 Menschen. 25 Prozent mehr als 2019. Ein voller Landtag. Wartezeiten von bis zu drei Stunden vor dem Einlass.