Zeitgeschichte als Unterrichtsmaterial
Ingeburg Feddersen schrieb ihre Erinnerungen an Kindheit und Jugend während der NS-Zeit für ihre Enkel nieder.
Ein Manuskript und eine Box voller Fotografien
Persönliche Dokumente und Fotografien ergänzen die Erinnerungen und bilden den Ausgangspunkt für die Gestaltung.
Wenn Erinnerung fragil ist, muss Gestaltung Halt geben.
»Wir waren keine Teenager. Wir wurden gleich erwachsen. Verlieben konnten wir uns auch nicht, es waren ja keine Männer da.«
Ingeburg Feddersen
Wie ein persönliches Dokument
Das Buchformat ist bewusst klein gehalten, fast wie ein Tagebuch. Die Quellen wurden in Originalgröße reproduziert.
Das Titelbild wurde dagegen vergrößert, um die Spuren der Zeit sichtbar zu machen. Es begleitete ihren Mann während der Gefangenschaft in Sibirien. Eingenäht in eine Bauchbinde trug er es am Körper, damit es ihm nicht genommen werden konnte.
Naturpapier für Umschlag und Innenseiten gibt dem Buch die Haptik eines Zeitdokuments. Rosa Vorsatzpapier und ein schwarzes Lesebändchen setzen sich bewusst davon ab.
Warum Gestaltung eine gesellschaftliche Verantwortung hat:
In Zeiten von Shitstorms, Fake News und KI-Fluten ist Gestaltung mehr denn je gefordert